Presse

Fliegen mit Darwin nach Tessiner Art. - 23/08/2003
 

Die Darwin Airline, über die in den letzten Tagen schon dies und das in den Zeitungen stand, hat sich am Freitag an einer Medienkonferenz vorgestellt, an der man auch dies und das erfuhr, nur nicht, wer hinter dem Vorhaben steht. Ihr Präsident, der seit langem im Tessin ansässige italienische Unternehmer Mosè Franco, erklärte, dass der ursprüngliche Zeitplan von den Ereignissen überholt worden sei. Deshalb sei man gezwungen, früher als geplant an die Öffentlichkeit zu treten. Da die Swiss früher als angenommen die Verbindung Lugano - Genf aufgeben will, beabsichtige Darwin, schon ab Oktober täglich Flüge mit einer Saab 2000 zwischen den beiden Städten anzubieten. Ab März 2004 will die Gesellschaft mit drei Flugzeugen dieses Typs direkte Linien nach Städten in Entfernungen bis zu zwei Flugstunden betreiben. Basis soll Lugano sein. Die Destinationen Genf, Rom und London werden als «Pièce de Résistance» des Netzes angegeben. Franco wollte absolut nichts zur Finanzierung des Projektes sagen und auch nicht den Namen nur einer einzigen Persönlichkeit verraten, die hinter dem Vorhaben steht. Man erfuhr lediglich, dass die Bezeichnung der Airline nicht auf einen Financier schliessen lasse, sondern auf den Geist der Evolution, den die Darwin Airline zum Ausdruck bringen wolle - womit die «Linea Aerea», die ihren «Regional hub» in Agno einrichten will, nicht übertrieben viel Phantasie bewiesen hat.
Gleichentags wurde in Genf auch noch bekannt, dass die Baboo Airways zwischen Genf und Lugano ab Oktober eine Dash 8 (50 Plätze) betreiben will. Laut Patron Julian Cook stehen Westschweizer Investoren hinter dem Unternehmen.
Von Friedrich, R. ¨
Neue Zürcher Zeitung
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