STAMPA
Neufassung. -
22/09/2003
Die Fluggesellschaft «Hello» von Moritz Suter startet nicht. Der Gründer der ehemaligen Crossair hat am Montag das Konzessionsgesuch für die Verbindung zwischen Lugano und Genf zurückgezogen.
Suter begründete die Entscheidung damit, dass immer noch unklar sei, ob der vorgesehene Flugzeugtyp Saab 2000 in Lugano landen dürfe. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hatte im August neue Vorschriften erlassen, welche den Einsatz der Saab 2000 nach Lugano verunmöglichen.
Ein darauf eingegangener Lösungsvorschlag der «Hello» an das BAZL sei ohne Reaktion geblieben, heisst es in Suters Mitteilung weiter. So sei es nicht mehr möglich, den Betrieb wie vorgesehen per Ende Oktober aufzunehmen. Die Swiss stellt per 27. Oktober die Verbindung Genf-Lugano ein.
Für die Flugstrecke interessieren sich noch zwei weitere Fluggesellschaften. Die Genfer Baboo Airways hat im Namen der deutschen Cirrus Luftfahrgesellschaft, die bereits über eine Schweizer Betriebsbewilligung verfügt, eine Streckenkonzession Lugano-Genf beantragt. An der Strecke ebenfalls interessiert ist die Darwin Airline. Enttäuschung und Zuversicht im Tessin
Erasmo Pelli, der stellvertretende Stadtpräsident von Lugano, zeigte sich über den Rückzug von Moritz Suter enttäuscht. «Er ist ein Unternehmer und wird sich seine Überlegungen gemacht haben», sagte Pelli am Montagabend auf Anfrage.
Pelli ist überzeugt, dass die Linie Genf-Lugano rentabel sein könne. Für das Tessin sei eine Flugverbindung in die Romandie enorm wichtig, denn die Reise mit der Bahn oder dem Zug daure viel zu lange. Er hofft deshalb, dass die beiden anderen Bewerber an ihrem Projekt festhalten. Borradori dankt Suter
«Enttäuscht, aber nicht überrascht»: So reagierte Staatsrat Marco Borradori (Lega) auf die Nachricht von Suters Ausstieg. «Dank Suters Initiative wurden auch andere Fluggesellschaften auf das Potenzial der Linie Genf-Lugano aufmerksam. Deshalb gebührt ihm Dank», sagte Borradori auf Anfrage.
Borradori hofft, nächste Woche bei einem Treffen mit Vertretern des BAZL die neuen Anflugmodalitäten auf dem Lugano Airport in Agno klären zu können. Er bekräftigte, dass die Tessiner Regierung dem Konzessionsgesuch der Baboo Airways positiv gegenüber stehe. Baboo ist bereit
Bei der Baboo Airways freut man sich derweil über den Rückzug von Suter: «Das ist ein Konkurrent weniger für uns», sagte Sprecher Sylvain Perret. Die Baboo Airways seien bereit, um am 26. Oktober den Flugbetrieb zwischen Genf und Lugano aufzunehmen. Notiz: Die Meldung bsd162 wurde um die letzten fünf Abschnitte mit Reaktionen ergänzt.
SDA - Schweizerische Depeschenagentur
Die Fluggesellschaft «Hello» von Moritz Suter startet nicht. Der Gründer der ehemaligen Crossair hat am Montag das Konzessionsgesuch für die Verbindung zwischen Lugano und Genf zurückgezogen.
Suter begründete die Entscheidung damit, dass immer noch unklar sei, ob der vorgesehene Flugzeugtyp Saab 2000 in Lugano landen dürfe. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hatte im August neue Vorschriften erlassen, welche den Einsatz der Saab 2000 nach Lugano verunmöglichen.
Ein darauf eingegangener Lösungsvorschlag der «Hello» an das BAZL sei ohne Reaktion geblieben, heisst es in Suters Mitteilung weiter. So sei es nicht mehr möglich, den Betrieb wie vorgesehen per Ende Oktober aufzunehmen. Die Swiss stellt per 27. Oktober die Verbindung Genf-Lugano ein.
Für die Flugstrecke interessieren sich noch zwei weitere Fluggesellschaften. Die Genfer Baboo Airways hat im Namen der deutschen Cirrus Luftfahrgesellschaft, die bereits über eine Schweizer Betriebsbewilligung verfügt, eine Streckenkonzession Lugano-Genf beantragt. An der Strecke ebenfalls interessiert ist die Darwin Airline. Enttäuschung und Zuversicht im Tessin
Erasmo Pelli, der stellvertretende Stadtpräsident von Lugano, zeigte sich über den Rückzug von Moritz Suter enttäuscht. «Er ist ein Unternehmer und wird sich seine Überlegungen gemacht haben», sagte Pelli am Montagabend auf Anfrage.
Pelli ist überzeugt, dass die Linie Genf-Lugano rentabel sein könne. Für das Tessin sei eine Flugverbindung in die Romandie enorm wichtig, denn die Reise mit der Bahn oder dem Zug daure viel zu lange. Er hofft deshalb, dass die beiden anderen Bewerber an ihrem Projekt festhalten. Borradori dankt Suter
«Enttäuscht, aber nicht überrascht»: So reagierte Staatsrat Marco Borradori (Lega) auf die Nachricht von Suters Ausstieg. «Dank Suters Initiative wurden auch andere Fluggesellschaften auf das Potenzial der Linie Genf-Lugano aufmerksam. Deshalb gebührt ihm Dank», sagte Borradori auf Anfrage.
Borradori hofft, nächste Woche bei einem Treffen mit Vertretern des BAZL die neuen Anflugmodalitäten auf dem Lugano Airport in Agno klären zu können. Er bekräftigte, dass die Tessiner Regierung dem Konzessionsgesuch der Baboo Airways positiv gegenüber stehe. Baboo ist bereit
Bei der Baboo Airways freut man sich derweil über den Rückzug von Suter: «Das ist ein Konkurrent weniger für uns», sagte Sprecher Sylvain Perret. Die Baboo Airways seien bereit, um am 26. Oktober den Flugbetrieb zwischen Genf und Lugano aufzunehmen. Notiz: Die Meldung bsd162 wurde um die letzten fünf Abschnitte mit Reaktionen ergänzt.
SDA - Schweizerische Depeschenagentur
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